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Unstatistik des Monats April 2018: Immer noch Konfusion bei Kriminalität

Frankfurt am Main

Die Unstatistik April 2018 ist die Zahl 14.864. So viele erfasste Straftaten pro 100.000 Einwohner gab es im Jahr 2017 in Frankfurt am Main. Die Stadt führt damit die Kriminalitätsliga in Deutschland an, melden unter anderem die Frankfurter Rundschau und der Tagesspiegel.
Aber tut sie das wirklich? Zunächst einmal gibt es große Unterschiede über Raum und Zeit bei der Erfassung von Kriminalität. In der einen Gemeinde schaut man bei Rauschgiftdelikten lieber weg, in der anderen wird ermittelt. Zudem pendeln in Frankfurt rund 300.000 Menschen täglich zur Arbeit ein, rund 60 Millionen Fluggäste kamen 2017 auf dem Flughafen Frankfurt an oder flogen ab. Alle von diesen Menschen verübten oder durch diese Menschen erlittenen Straftaten gehen auf das Konto der Stadt Frankfurt. In München dagegen gehört der Flughafen den Landkreisen Erding und Freising an.
Für einen sinnvollen Vergleich der Kriminalität über Gemeinden oder Länder hinweg wäre es also besser, die Zahl der Straftaten auf die Zahl der potentiellen Opfer und Täter und nicht auf die gemeldeten Einwohner zu beziehen.

 

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Ansprechpartner:
Prof. Dr. Walter Krämer, Tel.: (0231) 755-3125
Jörg Schäfer (Pressestelle RWI), Tel.: (0201) 8149-244

Mit der „Unstatistik des Monats“ hinterfragen der Berliner Psychologe Gerd Gigerenzer, der Dortmunder Statistiker Walter Krämer und RWI-Vizepräsident Thomas K. Bauer jeden Monat sowohl jüngst publizierte Zahlen als auch deren Interpretationen. Alle „Unstatistiken“ finden Sie im Internet unter www.unstatistik.de