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Hintergrund

Faktenboxen: Entscheidungen

Medizinische Fragestellungen können oft nicht pauschal beantwortet werden. Deshalb sind transparente Informationen wichtig – und der Mut, für sich selbst zu entscheiden.

WAs sind Faktenboxen?

Faktenboxen stellen die beste verfügbare Evidenz zu einem Thema klar verständlich dar. Die wichtigsten Vor- und Nachteile werden einander in Tabellenform gegenübergestellt. Damit tragen sie dazu bei, auch medizinisch und statistisch nicht vorgebildeten Personen kompetente Entscheidungen zu ermöglichen.

Woher stammt die Idee?

Die Idee Informationen in einer Übersicht darzustellen, stammt ursprünglich von Eddy, der Nutzen und Schäden der Darmkrebsvorsorge in einer simplen Tabelle zusammenfasste. Schwartz, Woloshin und Welch griffen diese Idee auf und verbesserten damit amerikanische Werbeanzeigen für Medikamente (direct-to-consumer drug advertisements). Seit 2009, sorgt das Harding-Zentrum für Risikokompetenz dafür die Idee von Faktenboxen zu verschiedenen medizinischen Maßnahmen zu verbreiten.

In mehreren Studien konnte bereits gezeigt werden, dass sich mit Faktenboxen die Allgemeinbevölkerung erfolgreich über Nutzen und Risiken medizinischer Behandlungen informieren lässt.

 

Quellen:

Eddy DM. Comparing benefits and harms: the balance sheet. JAMA. 1990;263(18):2493.

Schwartz LM, Woloshin S, Welch HG. (2007). The drug facts box: providing consumers with simple tabular data on drug benefit and harm. Med Decis Making 27:655-62.

Schwartz LM, Woloshin S, & Welch HG. (2009). Using a drug facts box to communicate drug benefits and harms: two randomized trials. Ann Intern Med 150:516-27.

McDowell M, Rebitschek FG, Gigerenzer G, Wegwarth O. (2016). A Simple Tool for Communicating the Benefits and Harms of Health Interventions: A Guide for Creating a Fact Box. MDM P&P 1:1-10.

Gesundheitsinformationen: Faktenboxen

Wir haben für Sie Faktenboxen mit unabhängigen und klar dargestellten Informationen zu verschiedenen Themen erstellt:

Impfungen

Impfungen

Impfungen_Vaccination

Impfungen gelten als wichtigste Präventionsmaßnahmen zum Schutz vor Infektionskrankheiten.

Schutzimpfungen sollen nicht nur das Risiko einer Infektion für die geimpfte Person verringern (Individualschutz), sondern auch indirekt vor einer Infektion nicht geimpfter Menschen schützen (Herdenimmunität), indem sie die Krankheitserreger an einer Verbreitung in der Bevölkerung hindern.

>zu den Faktenboxen Impfungen

Routinemäßige Gesundheitsuntersuchung

Routinemäßige Gesundheitsuntersuchung

Allgemeiner Gesundheitscheck

Eine routinemäßige Gesundheitsuntersuchung ist eine Beurteilung der Gesundheit eines Menschen, durch einen Arzt. Es beinhaltet Screening für eine oder mehrere Krankheiten oder Risikofaktoren, mit dem Ziel zukünftigen Krankheiten vorzubeugen oder Risikofaktoren für eine Krankheit zu identifizieren.

Diese Faktenbox soll Ihnen helfen, Nutzen und Schäden einer routinemäßigen Gesundheitsuntersuchung abzuwägen.

> zur Faktenbox Routinemäßige Gesundheitsuntersuchung

Nahrungsergänzungsmittel zur Prävention

Nahrungsergänzungsmittel zur Prävention

Nahrungsergänzungsmittel Selen

Nahrungsergänzungsmittel sind frei verkäuflich und werden oftmals eingenommen, um verschiedenen Krankheiten, wie z.B. Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder Krebs, vorzubeugen.

Die folgenden Faktenboxen sollen Ihnen helfen, Nutzen und Schäden bzgl. der Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln zur Prävention abzuwägen.

> zu den Faktenboxen Nahrungsergänzungsmittel zur Prävention

Einsatz von Antibiotika

Einsatz von Antibiotika

Antibiotika

Antibiotika wirken nur gegen Bakterien und nicht gegen Viren. Da es sich bei Erkältungskrankheiten, Grippe und akuten Mittelohrentzündungen in der Regel um Virusinfekte handelt, können Antibiotika hier nichts ausrichten.

Die folgenden Faktenboxen sollen Ihnen helfen, Nutzen und Schäden bzgl. der Einnahme von Antibiotika abzuwägen.

> zu den Faktenboxen Einsatz von Antibiotika

Maßnahmen der Krebs-Früherkennung

Maßnahmen der Krebs-Früherkennung

Krebsfrüherkennung

Krebsfrüherkennungsuntersuchungen (Krebs-Screenings) haben allgemein zum Ziel die Krebssterblichkeit zu reduzieren oder die Lebensqualität zu erhöhen. Sie richten sich an Menschen ohne Symptome und testen auf versteckte Krankheiten. Früherkennungsuntersuchungen sollen eine frühere, effektivere und sicherere Behandlung ermöglichen.

Die folgenden Faktenboxen sollen Ihnen helfen, Nutzen und Schäden von Maßnahmen der Krebs-Früherkennung abzuwägen.

> zu den Faktenboxen Maßnahmen der Krebs-Früherkennung

Maßnahmen bei Kniegelenkserkrankungen - Arthrose

Maßnahmen bei Kniegelenkserkrankungen - Arthrose

Kniegelenkserkrankungen

Arthrose ist eine degenerative Gelenkerkrankung, an der etwa 10 von 100 Männern und 18 von 100 Frauen im Alter von über 60 Jahre erkranken. Arthrose des Kniegelenks (Gonarthrose) tritt auf, wenn die Knorpel auf den Gelenkflächen vorzeitig abgenutzt sind und kann das Kniegelenk schädigen.

Zahlreiche Behandlungsoptionen können helfen, die damit verbunden Schmerzen zu lindern und die Funktionalität des Kniegelenks zu verbessern. Zu den operativen Möglichkeiten gehören eine Kniegelenkspiegelung (Arthroskopie) und das Einsetzen eines künstlichen Kniegelenks (Gesamtknieprothese). 

Damit Sie Nutzen und Schäden verschiedener Behandlungsmöglichkeiten abwägen können, haben wir für Sie die folgenden Faktenboxen zusammengestellt.

>zu den Faktenboxen Maßnahmen bei Kniegelenkserkrankungen

Mandeloperationen

Mandeloperationen

Mandeloperationen

Bei der Entscheidung, die Gaumenmandeln ganz oder teilweise entfernen zu lassen, sind mehrere Faktoren zu berücksichtigen. Unsere Faktenboxen bieten einen Überblick über Nutzen und Schäden der beiden Operationsverfahren Tonsillektomie (vollständige Entfernung) und Tonsillotomie (Teilentfernung).

> zur Faktenbox Mandeloperationen

Prävention von Frühgeburten: Zervix-Pessar

Prävention von Frühgeburten: Zervix-Pessar

Schwangerschaft

Die folgende Faktenbox soll Ihnen helfen, Nutzen und Schäden eines Zervix-Pessars abzuwägen:

>zur Faktenbox Zervix-Pessar zur Prävention von Frühgeburten